Tatort Genom: Svante Pääbo und Effy Vayena über Genmanipulation

 

In China sollen die ersten genetisch modifizierten Babys das Licht der Welt erblickt haben. Der Tabubruch zeigt, wie weitreichend die Gentechnik das Leben auf diesem Planeten revolutionieren kann. Der Paläogenetiker Svante Pääbo und die Bioethikerin Effy Vayena im Gespräch mit Wolfram Eilenberger. Kein Wissenszweig hat in den letzten Jahrzehnten grössere Erkenntnisfortschritte erzielt als die Humangenetik. Die damit verbundenen Fragen betreffen den Kern unserer Lebensform: Welche Gene sind es, die uns spezifisch zu Menschen machen? Wie viel Neandertaler steckt noch in uns? Welche Formen der Diagnostik und Heilung versprechen neue Techniken und Eingriffsmöglichkeiten? Sind wir gar auf dem Sprung zu einem neuen, genetisch optimierten Übermenschen?

Mit der Bioethikerin Effy Vayena und dem Paläogenetiker Svante Pääbo erörtert Wolfram Eilenberger Grenzen, Gefahren und utopische Möglichkeiten der Humangenetik.

Englische Version: https://youtu.be/ig3Bzppz3yU

Sternstunde Philosophie vom 16.12.2018

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David Chalmers: Bin ich mein Gehirn?

Sternstunde Philosophie vom 30.06.2019

Kommentar von SRF Kultur:

Er ist ein hochdekorierter Philosophieprofessor und singt in einer Rockband. Er hat mit Bestnoten Mathematik studiert und glaubt an eine Art Beseelung der Welt. Und er hält die Frage nach dem Bewusstsein für das schwierigste Problem der Philosophie. Barbara Bleisch im Gespräch mit David Chalmers. – Wir alle haben ein grossartiges Kino im Kopf: Es passiert nonstop eine Menge, es gibt Farbe, Ton und sogar Geruch und Geschmack, wir können zurückspulen und uns erinnern und vorspulen und etwas planen. Das Beste daran: Wir erleben den Film. Die Frage ist nur: Was genau heisst das eigentlich? Ist das Ich, das den Film erlebt, Teil des Films – oder ausserhalb und etwas ganz anderes? Ist unser Bewusstsein letztlich nur ein Effekt einer grossartigen Filmmaschinerie, die wir Gehirn nennen? Physikalisten meinen tatsächlich, auch das Bewusstsein lasse sich rein naturwissenschaftlich erklären. Der australische Philosoph David Chalmers ist anderer Meinung. Für ihn ist die Frage nach dem Bewusstsein nach wie vor ungelöst. Barbara Bleisch im Gespräch mit einem der kreativsten Philosophen unserer Zeit.

Literatur:

David J. Chalmers: «The Character of Consciousness (Philosophy of Mind)». Oxford University Press, 2010

David J. Chalmers (Herausgeber.): «Philosophy of Mind. Classical and Contemporary Readings». Oxford University Press, 2002

English version: https://youtu.be/LkLxuREOwok

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Friedrich Kittler (1943-2011)


1. – Iconic Turn: Friedrich Kittler – Das berechnete Bild
Felix Burda Memorial Lectures

Moderatorin Jeanne Rubner
Datum: 11.07.2002 / Uhrzeit: 19:00
Ort: AUDIMAX, Ludwig-Maximilians-Universität, München

Zunächst erfolgt eine kurze historische Einführung. Im Anschluß:
Geometrisch konstruierte Bilder, einschließlich Albertis Linearperspektive, erfüllen den Begriff errechneter Bilder nicht, sondern erst Bilder, wie sie seit den Brüdern Weber (1836) aus der Lösung von Gleichungssystemen hervorgehen. Auch Computer als solche sind keine Bildmedien; sie wurden es erst auf dem langen Weg zu graphischen Windows-Oberflächen. Gleichwohl bleibt Computergraphik sowohl technologisch wie algorithmisch d e r Schrittmacher gegenwärtiger Hardware-Entwicklung. Welche optischen Effekte damit errechenbar geworden sind, sollen zwei entgegengesetzte Simulationsmodelle zeigen (Raytracing versus Radiosity). Abschließend geht es um die Beziehung zwischen scientific visualisation und Computertechnik als Rückkopplungsschleife.

2. – ÜBERTRAGEN, PROZEDIEREN, SPEICHERN

Abschied von der Sophienstraße – Buchpräsentation »Media Archaeology« Am 15. Juli 2011 endet die Zeit des Instituts für Medienwissenschaft in der Sophienstraße 22a und gemeinsam mit den anderen Instituten des Hauses ziehen wir über den Sommer in das Pergamon Palais am Kupfergraben, auf Hegels Grundstück. Diese Übertragung nehmen wir zum Anlass, gemeinsam mit Lehrenden, Forschenden, Studenten und Freunden der Sophienstraße die Zeit und Ideen, die an diesem Ort enstanden sind, zu prozedieren und zu speichern, was zu speichern ist, um einen gebührenden Abschied zu feiern. Zudem wird das neue Buch „Media Archaeology“, herausgegeben von unserem derzeitigen Research Fellow Jussi Parikka und Erkki Huhtamo vorgestellt.

Nachtrag: Das Video zeigt Friedrich Kittlers letzten öffentlichen Auftritt. Wenige Wochen danach ist er am 18.10.2011 verstorben.

3. – Friedrich Kittler: Das Pathos der reinen Setzung
Mathematik als Letztbegründung, damit das kulturkritische Jammern endlich ein Ziel hat: Maß und Zahl >>> ZKM 2009 (Video)

 

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Zeitzeugengespräch / 70 Jahre Freie Universität Berlin

In einem Zeitzeugengespräch erinnerten sich Wegbegleiterinnen und -begleiter der Universität an sieben Jahrzehnte bewegte Geschichte: Mit Klaus Heinrich saß ein Mann der ersten Stunde auf dem Podium. Der heute 91-jährige Religionsphilosoph gehörte zu den Gründungsstudenten der Universität. Gesine Schwan kennt die Hochschule in dreifacher Rolle – als Studentin, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Professorin: Die Politikwissenschaftlerin studierte von 1962 an am Otto-Suhr-Institut und lehrte dort von 1977 bis 2005. Komplettiert wurde die Runde durch Sawsan Chebli, Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales sowie Alumna der Freien Universität, und Tuba Arιkan, derzeit Studentin im Masterstudiengang Public History. Das Zeitzeugengespräch moderierte Professor Paul Nolte, Historiker am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität. Am 4. Dezember 1948 wurde die Freie Universität Berlin mit einem Festakt im Titania-Palast gegründet – ein Ereignis, das wesentlich dem Engagement des damaligen Berliner Obergürgermeisters Ernst Reuter zu verdanken ist. In jedem Jahr wird daher mit dem Ernst-Reuter-Tag das Gründungsjubiläum der Freien Universität begangen. Die Universitätsgemeinschaft, Alumni, Freunde und Förderer kommen zu diesem Anlass zusammen. Höhepunkt der Feierlichkeiten 2018 ist ein besonderer Festakt zum Ernst-Reuter-Tag anlässlich des 70. Gründungsjubiläums.

Quelle: FU

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Boris Groys – Seminare (Karlsruhe 1999/2007)

NOTA BENE / Diese Seite ist unter folgender Adresse verfügbar und von dort hierher importiert > https://groys.hfg-karlsruhe.de/

MP3 Sammlung einiger Boris Groys Seminare

Die Files sind mp3 mono/64kb codiert und ca. zwischen 4 und 62 MB groß.
Die Vorlesungen bestehen meist aus der Präsentation von Boris Groys
und der anschliessenden Diskussion.
Das Datum steht im Dateinamen.

Unsterbliche Körper WS 2006-07
Das Sakrale WS 2006-07
Walter Benjamin SS 2006
Der Begriff Leben SS 2006
Theodor Adorno: Ästhetische Theorie WS 2005-06
Theorie der Avantgarde WS 2005-06
Hegel „Phänomenologie des Geistes“ SS 2005
Der Begriff der Macht SS 2005
Politik des Designs SS 2004
Über die Dekonstruktion SS 2004
Geschichte der Utopie WS 2003-04
Formale und natürliche Sprachen II WS 2003-04
Formale und natürliche Sprachen I SS 2003
Die Zukunft der Demokratie SS 2003
Kritik der Wissenschaftsbilder WS 2002-03
Theorien des Konsums WS 2003-03
Der kategorische Imperativ SS 2002
Helden und Stars SS 2002
Strategien der Repräsentation SS 2001
Maschine als Metapher WS 2000-01
Soziologische Kulturmodelle WS 2000-01
Warenfetischismus SS 2000
Genealogie des Begriffs Medium SS 2000
Philosophie des Films WS1998-99, SS 1999
Marquis de Sade als Philosoph WS 1998-99
Sigmund Freud – Kulturkritische Texte SS 1999
Ästhetik und Gewalt I – III SS 1997, WS 1997-98, SS 1998

 

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Richard Sennett – „Was hält uns zusammen?“

Präsentation des SRF

Richard Sennett ist zu Gast in der SRF Sternstunde Philosophie bei Yves Bossart – Er gehört zu den wichtigsten Intellektuellen unserer Zeit. Im Zentrum seines Denkens steht der Mensch und die Frage, was der Kapitalismus, die heutige Arbeitswelt und die zunehmende Verstädterung aus uns machen. Yves Bossart hat den weltbekannten Soziologen in Berlin getroffen. Eigentlich wollte er Musiker werden. Doch dann missglückte eine Operation an der linken Hand. Heute gehört Richard Sennett zu den einflussreichsten Intellektuellen weltweit. In seinem Bestseller «Der flexible Mensch» zeigte der in London und New York lebende Soziologe, wie sich prekäre Arbeitsbedingungen auf den Charakter des Menschen auswirken. In seinen Büchern «Handwerk» und «Zusammenarbeit» fragte er, was gute Arbeit ist und wie wir den sozialen Zusammenhalt stärken können. Und sein aktuelles Buch «Die offene Stadt» untersucht, wie Städte aussehen müssen, damit soziale Durchmischung gelingt und ein gutes Leben möglich ist. Yves Bossart spricht mit dem 75-jährigen Meisterdenker über sein bewegtes Leben und die Grundzüge seines Werks.

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Klaus Theweleit – „Second Order Television“

Wann Klaus Theweleit diesen interessanten Vortrag gehalten hat, ist ungewiss. Das („Amateur“-)Video wurde am 4 Okt. 2013 hochgeladen. Mehr Infos dazu willkommen…

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Theweleit wurde 1942 im ostpreußischen Ebenrode – heute Nesterow, Russland – als Sohn eines Eisenbahnbeamten geboren und wuchs nach der Flucht der Familie in Schleswig-Holstein auf. Er studierte Germanistik und Anglistik in Kiel und Freiburg. Sein Studium finanzierte er durch Jobs im Hoch- und Tiefbau, auf einer Kieler Werft oder beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg-Mürwik. Von 1969 bis 1972 arbeitete er als freier Mitarbeiter für den Südwestfunk. Als Mitglied des SDS nahm er an der linken Außerparlamentarischen Opposition teil. Dieses Erlebnis und die Auseinandersetzung damit hat Teile seines Werkes, seine wissenschaftlichen und literarischen Methoden, Themen und politische Zielsetzungen entscheidend geprägt. – Mit seiner „summa cum laude“ bewerteten Dissertation Freikorpsliteratur: Vom deutschen Nachkrieg 1918−1923 wurde er 1976 zum Dr. phil. promoviert. Die Doktorarbeit war die Grundlage für das 1977/1978 erschienene zweibändige Werk Männerphantasien. – Nach seiner Promotion wollte ihn die Freiburger Universität aufgrund seiner, so Gerhard Kaiser, „ungezügelten Intelligenz“ kein Proseminar abhalten lassen. Später lehrte er am Institut für Soziologie der Universität Freiburg und an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Von 1998 bis 2008 war er Professor für Kunst und Theorie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. 2002 und 2003 war er Fellow des Kollegs Friedrich Nietzsche. – Theweleit lebt in Freiburg, ist als freier Autor tätig und hat Lehraufträge in Deutschland, den USA, der Schweiz und Österreich.

Quelle / Werk / Bibliographie > wikipedia

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