Bazon Brock: Livestream (10. Juni 2020)

Veröffentlicht unter Brock (Bazon) | Kommentar hinterlassen

Hannah Arendt – „Zur Person“ (1964 – w. English subs)

Günter Gaus im Gespräch mit Hannah Arendt

Was bleibt? Es bleibt die Muttersprache.

Hannah Arendt, geboren am 14. Oktober 1906 in Hannover, gestorben am 4. Dezember 1975 in New York. – Aufgewachsen in Königsberg. Studium der Philosophie, Theologie und des Griechischen. 1933 aus rassischen Gründen emigriert. Bis 1940 Arbeit in einer Wohlfahrtsorganisation in Paris. Seit 1941 in den USA, war sie zunächst freie Journalistin, dann Lektorin, später Geschäftsführerin der Jewish Cultural Reconstruction. Nach eigenen Worten „fahrender Scholar“ – Lehre der Politischen Theorie an verschiedenen Universitäten. 1963 Professorin an der Universität von Chicago. Ab 1967 „university professor“ an der Graduate Faculty der New School for Social Research (heute: New School University) in New York. Zahlreiche politisch-philosophische Werke über die Bedingungen, unter denen politisches Handeln und Verhalten zustande kommt (u.a. „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“, 1955; „Vita activa“, 1958). Verfasserin eines heftig umstrittenen Buches über den Eichmann-Prozeß in Jerusalem. – Das Gespräch wurde gesendet am 28. Oktober 1964.

[Quelle / Text des Gesprächs > rbb]

Veröffentlicht unter Arendt (Hannah) | Kommentar hinterlassen

Heidegger – Zeit und Sein (1962)

 Heidegger hält seinen Vortrag Zeit und Sein im Januar 1962 in Freiburg; der Text wIrd 1969 in Zur Sache des Denkens veröffentlicht (Gesamtausgabe Bd 14, Hrsg. von Friedrich-Wilhelm v. Herrmann, Klostermann 2007).

 

Veröffentlicht unter Heidegger (Martin) | Kommentar hinterlassen

Walter Benjamin (1892-1940)

Walter Benjamin. Geschichten der Freundschaft.

Dokumentation von David Wittenberg, ARTE/WDR 2010, 52 Min.

Walter Benjamin, Schriftsteller, Philosoph, Literaturkritiker, Medien – und Kulturhistoriker, ein Grenzgänger, der sich ganz und gar nicht an Disziplinen hielt. Wie seine Freunde Gershom Scholem, Theodor W. Adorno, Gretel Adorno und Bertold Brecht. Erfahrungen und Arbeiten dieser Literaten und Intellektuellen im 20. Jahrhundert sind alles andere als eine einfache Erbschaft. Der Film handelt von Toten und Überlebenden. Im Zentrum des Films stehen Literaturen, Kulturen, Utopien, Untergang und Überleben.

Eine Hommage an den Philosophen, Gesellschaftstheoretiker und Literaturkritiker Walter  Benjamin, die seinen Einfluss auf die deutsche und französische Kultur damals wie heute deutlich macht. Roter Faden des Films ist die Geschichte seiner Freundschaften: zu Bertolt Brecht, Gershom Scholem, Theodor und Gretel Adorno. Der Film ist als dokumentarisch-essayistische Collage angelegt: Briefe, Zitate, Tagebucheinträge und Polizeiakten geben Einblicke in das Leben und Denken Benjamins. Fotos und Filmausschnitte kontrastieren mit Bildern des modernen Berlin und Paris.

David Wittenberg, Studium Philosophie und Literaturwissenschaften, Filmemacher, wohnt in Köln. Autor von Dokumentation unter anderem zu Walter Benjamin, Heinrich Heine und Harald Szeemann.

Quelle: Literaturhaus Rostock

Veröffentlicht unter Adorno (Theodor W.), Benjamin (Walter), philochat, Scholem, Gershom | Kommentar hinterlassen

Tatort Genom: Svante Pääbo und Effy Vayena über Genmanipulation

 

In China sollen die ersten genetisch modifizierten Babys das Licht der Welt erblickt haben. Der Tabubruch zeigt, wie weitreichend die Gentechnik das Leben auf diesem Planeten revolutionieren kann. Der Paläogenetiker Svante Pääbo und die Bioethikerin Effy Vayena im Gespräch mit Wolfram Eilenberger. Kein Wissenszweig hat in den letzten Jahrzehnten grössere Erkenntnisfortschritte erzielt als die Humangenetik. Die damit verbundenen Fragen betreffen den Kern unserer Lebensform: Welche Gene sind es, die uns spezifisch zu Menschen machen? Wie viel Neandertaler steckt noch in uns? Welche Formen der Diagnostik und Heilung versprechen neue Techniken und Eingriffsmöglichkeiten? Sind wir gar auf dem Sprung zu einem neuen, genetisch optimierten Übermenschen?

Mit der Bioethikerin Effy Vayena und dem Paläogenetiker Svante Pääbo erörtert Wolfram Eilenberger Grenzen, Gefahren und utopische Möglichkeiten der Humangenetik.

Englische Version: https://youtu.be/ig3Bzppz3yU

Sternstunde Philosophie vom 16.12.2018

Veröffentlicht unter Pääbo, Svante, philochat, Vayena, Effy | Kommentar hinterlassen

David Chalmers: Bin ich mein Gehirn?

Sternstunde Philosophie vom 30.06.2019

Kommentar von SRF Kultur:

Er ist ein hochdekorierter Philosophieprofessor und singt in einer Rockband. Er hat mit Bestnoten Mathematik studiert und glaubt an eine Art Beseelung der Welt. Und er hält die Frage nach dem Bewusstsein für das schwierigste Problem der Philosophie. Barbara Bleisch im Gespräch mit David Chalmers. – Wir alle haben ein grossartiges Kino im Kopf: Es passiert nonstop eine Menge, es gibt Farbe, Ton und sogar Geruch und Geschmack, wir können zurückspulen und uns erinnern und vorspulen und etwas planen. Das Beste daran: Wir erleben den Film. Die Frage ist nur: Was genau heisst das eigentlich? Ist das Ich, das den Film erlebt, Teil des Films – oder ausserhalb und etwas ganz anderes? Ist unser Bewusstsein letztlich nur ein Effekt einer grossartigen Filmmaschinerie, die wir Gehirn nennen? Physikalisten meinen tatsächlich, auch das Bewusstsein lasse sich rein naturwissenschaftlich erklären. Der australische Philosoph David Chalmers ist anderer Meinung. Für ihn ist die Frage nach dem Bewusstsein nach wie vor ungelöst. Barbara Bleisch im Gespräch mit einem der kreativsten Philosophen unserer Zeit.

Literatur:

David J. Chalmers: «The Character of Consciousness (Philosophy of Mind)». Oxford University Press, 2010

David J. Chalmers (Herausgeber.): «Philosophy of Mind. Classical and Contemporary Readings». Oxford University Press, 2002

English version: https://youtu.be/LkLxuREOwok

Veröffentlicht unter philochat | Kommentar hinterlassen

Friedrich Kittler (1943-2011)


1. – Iconic Turn: Friedrich Kittler – Das berechnete Bild
Felix Burda Memorial Lectures

Moderatorin Jeanne Rubner
Datum: 11.07.2002 / Uhrzeit: 19:00
Ort: AUDIMAX, Ludwig-Maximilians-Universität, München

Zunächst erfolgt eine kurze historische Einführung. Im Anschluß:
Geometrisch konstruierte Bilder, einschließlich Albertis Linearperspektive, erfüllen den Begriff errechneter Bilder nicht, sondern erst Bilder, wie sie seit den Brüdern Weber (1836) aus der Lösung von Gleichungssystemen hervorgehen. Auch Computer als solche sind keine Bildmedien; sie wurden es erst auf dem langen Weg zu graphischen Windows-Oberflächen. Gleichwohl bleibt Computergraphik sowohl technologisch wie algorithmisch d e r Schrittmacher gegenwärtiger Hardware-Entwicklung. Welche optischen Effekte damit errechenbar geworden sind, sollen zwei entgegengesetzte Simulationsmodelle zeigen (Raytracing versus Radiosity). Abschließend geht es um die Beziehung zwischen scientific visualisation und Computertechnik als Rückkopplungsschleife.

2. – ÜBERTRAGEN, PROZEDIEREN, SPEICHERN

Abschied von der Sophienstraße – Buchpräsentation »Media Archaeology« Am 15. Juli 2011 endet die Zeit des Instituts für Medienwissenschaft in der Sophienstraße 22a und gemeinsam mit den anderen Instituten des Hauses ziehen wir über den Sommer in das Pergamon Palais am Kupfergraben, auf Hegels Grundstück. Diese Übertragung nehmen wir zum Anlass, gemeinsam mit Lehrenden, Forschenden, Studenten und Freunden der Sophienstraße die Zeit und Ideen, die an diesem Ort enstanden sind, zu prozedieren und zu speichern, was zu speichern ist, um einen gebührenden Abschied zu feiern. Zudem wird das neue Buch „Media Archaeology“, herausgegeben von unserem derzeitigen Research Fellow Jussi Parikka und Erkki Huhtamo vorgestellt.

Nachtrag: Das Video zeigt Friedrich Kittlers letzten öffentlichen Auftritt. Wenige Wochen danach ist er am 18.10.2011 verstorben.

3. – Friedrich Kittler: Das Pathos der reinen Setzung
Mathematik als Letztbegründung, damit das kulturkritische Jammern endlich ein Ziel hat: Maß und Zahl >>> ZKM 2009 (Video)

 

Veröffentlicht unter Kittler (Friedrich), philochat | Kommentar hinterlassen